Die Preisträger 2011

Für ihre herausragenden Werke werden in diesem Juni der Schotte John Burnside sowie der Kärntner Slowene Florjan Lipuš mit dem Petraca-Preis geehrt. Mit der Auszeichnung soll die Arbeit europäischer Schriftsteller gewürdigt werden, die trotz ihrer Bedeutung für ihre heimatliche Literatur in Deutschland nicht ihrem Rang gemäß wahrgenommen wurden. Die beiden Preisträger teilen sich den mit 20.000 Euro dotierten Preis.

Petrarca-Preis
John Burnside
John Burnside

John Burnside

wurde am 19. März 1955 in Schottland geboren. Er gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren aus Schottland und wurde für sein Werk aus Lyrik und Prosa vielfach ausgezeichnet. Burnside studierte in Cambridge am College of Arts and Technology Englisch und Europäische Sprachen. Danach war er in der Entwicklung von Computer-Software tätig, bevor er 1996 freiberuflicher Schriftsteller wurde. Heute ist er Professor für Kreatives Schreiben an der St. Andrews University in Schottland. Mit John Burnside zeichnet die Petrarca-Preis-Jury 2011 einen Autor aus, der aktuell mit dem Buch „Lügen über meinen Vater“ auf sich aufmerksam macht. Mit ihm wird die ganz eigenständige schottische Poesie hervorgehoben.

Florjan Lipuš
Florjan Lipuš

Florjan Lipuš

wurde 1937 als Sohn zweier Kärntner Slowenen im südlichen Teil Kärntens geboren. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Autoren aus den Reihen der Kärntner Slowenen, welche ihre Werke ausschließlich in Slowenisch verfassen. Lipuš, der bis zu seiner Pensionierung 1999 lange Jahre als Lehrer tätig war, ist Gründer der Literaturzeitschrift „mladje“ („Jungwald“), deren Chefredakteur er bis 1981 blieb. Bekannt wurde er vor allem durch seinen 1972 in Slowenien erschienenen Roman „Zmote dijaka Tjaža“, der von Peter Handke als „Der Zögling Tjaž“ ins Deutsche übersetzt wurde. Mit dem Petrarca-Preis wird Florjan Lipuš für sein Romanwerk und als Vertreter der slowenisch geschriebenen Literatur in Kärnten geehrt.