Die Preisträger 2010

Der mit 20.000 Euro dotierte Petrarca-Preis wird 2010 an zwei Preisträger vergeben: Erri De Luca und Pierre Michon. Daneben ehren Stifter und Jury einen osteuropäischen Lyriker mit einer eigenen Auszeichnung - in diesem Jahr ist dies die Slowenin Lucija Stupica.

Petrarca-Preis
Pierre Michon
Pierre Michon

Pierre Michon

wurde 1945 im französischen Les Cards geboren. Er studierte in Clermont-Ferrand Literatur. Nach einer Zeit der schriftstellerischen Selbstfindung gelang Michon mit 37 Jahren 1984 der Durchbruch: Für „Vies minuscules“ („Leben der kleinen Toten“) erhielt er 1984 den "Prix France Culture". Sein Erstling, in dem Pierre Michon Menschen aus kleinen, meist bäuerlichen Verhältnissen porträtiert, wurde schnell zum großen Werk in der französischen Literatur. Heute gilt Pierre Michon als einer der bedeutendsten französischen Gegenwartsschriftsteller. Übersetzungen seiner Werke erschienen in Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden, Griechenland, Rumänien, den USA, Brasilien, Mexiko und Syrien. 

Erri De Luca
Erri De Luca

Erri De Luca

wurde 1950 in Neapel geboren. In den 70er-Jahren war er einer der führenden Köpfe der außerparlamentarischen Bewegung Lotta Continua, danach arbeitete in zahlreichen Berufen in und außerhalb Italiens. Im Alter von 39 Jahren betrat er 1989 literarisches Parkett und veröffentlichte sein erstes Buch „Non ora, non qui“ („Nicht hier und nicht jetzt“), in dem er seine Kindheit in Neapel in Erinnerung ruft. In jüngster Zeit arbeitet De Luca oft mit anderen Autoren und Künstlern an gemeinsamen Projekten, unter anderem mit den Musikern Gianmaria Testa und Gabriele Mirabassi bei der teilweise vertonten Darbietung seines Romans „Chisciotte e gli invincibili“ („Don Quijote und die Unbesiegbaren“).


Preis für osteuropäische Lyrik
Lucija Stupica
Lucija Stupica

Lucija Stupica

geboren 1971 in Celje, erhält 2010 den Hubert Burda Preis für junge osteuropäische Lyrik. Die studierte Innenarchitektin zeichnet eines aus: ihre Vielseitigkeit. Mit Leidenschaft bringt sie ihre Poesie zu Papier, schreibt Design- und Architekturberichte für slowenische Zeitungen und hat das slowenische Poetry-Festival mitbegründet. Für ihren Gedichtband „Celo na soncu“ („Cello in der Sonne“) wurde Stupica 2010 mit dem Preis der slowenischen Buchmesse für das beste literarische Erstlingswerk der vergangenen zwei Jahre ausgezeichnet. In Deutschland erschienen ihre Gedichte im Band „Geburt eines Engels".