Zbigniew Herbert
wurde am 29. Oktober 1924 im polnischen Lemberg geboren. Während des Zweiten Weltkriegs begann er im Untergrund sein Studium der Polonistik. Nach einem Abschluss an der Handelsakademie in Krakau studierte er Jura in Thorn und Philosophie in Warschau.
In einer Phase der kulturellen Liberalisierung in Polen debütierte Herbert 1956 mit dem Lyrikband "Struna światła" ("Lichtstrahl", auch "Lichtsaite" und "Die Saite des Lichts"). Im Jahr darauf erschien sein zweiter Lyrikband "Hermes, pies i gwiazda" ("Hermes, Hund und Stern"). In diesen und weiteren Gedichtbänden verarbeitete Herbert die Erlebnisse des Krieges auf der Basis ethischer Werte, seine ironische Sprache verband er dabei mit neuartigen Metaphern. Als bedeutendstes Werk Herberts gilt der 1974 erschienene Gedichtband "Pan Cogito" ("Herr Cogito").
Zbigniew Herbert verstarb am 28. Juli 1998 in Warschau.
„Gedichte“, übers. Von Karl Dedecius 1965
„Ein Barbar in einem Garten“ übers. von Walter Tiel 1965
„Inschrift“ übers. und hrsg. von Karl Dedecius 1967
„Herr Cogito“ übers. und Nachw. Von Karl Dedecius 1974