Hermann Lenz

wurde am 26. Februar 1913 in Stuttgart geboren. Nach seinem Abitur nimmt er das Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik in Heidelberg und München auf.

Im Zweiten Weltkrieg wird er als Soldat in Frankreich und Russland eingesetzt, bevor er in amerikanische Kriegsgefangenschaft gerät. Die Erfahrungen, die der Student und Soldat machte, prägten sein ganzes schriftstellerisches Werk. Sich von Anfang an als Gegner des Nationalsozialismus verstehend, zog sich Lenz in Innenwelten – das Biedermeier oder das Wiener Fin de siècle – zurück, die zum Schauplatz vieler Erzähltexte und zum Reflexionsobjekt ungezählter Figurenmonologe wurden. Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft widmete sich Lenz, abgesehen von Sekretärstätigkeiten in kulturellen Institutionen, ganz dem Schreiben.

Seitdem war Lenz als freier Schriftsteller tätig, sowie von 1951-1971 als Sekretär des Süddeutschen Schriftstellerverbandes in Stuttgart. Er lebte bis zu seinem Tod am 12. Mai 1998 in München.

Der russische Regenbogen 1959
Die Augen eines Dieners 1964
Im inneren Bezirk 1970
Die Begegnung 1979