Ulrich Zieger

wurde am 29. Dezember 1961 in Döbeln geboren. Nach der Schule absolvierte Ulrich Zieger von 1970 bis 1981 eine Ausbildung zum Chemigrafen. 1981 ging er nach Berlin. Dort arbeitete er in einem wissenschaftlichen Verlag; daneben war er literarisch in der alternativen Szene aktiv.

1985 schrieb Zieger sein erstes Theaterstück „Die Sonne ist blau“. Das Stück wurde in der DDR diskutiert, jedoch weder verlegt, noch inszeniert. Im Frühjahr 1989 verließ Zieger die DDR und ging nach Westdeutschland. 1990 erschien sein erster Lyrikband „Neunzehnhundertfünfundsechzig“. 1992 lernte er Wim Wenders kennen und übernahm das Drehbuch für die Fortsetzung des Films "Der Himmel über Berlin". Der Film kam 1993 unter dem Titel "In weiter Ferne, so nah!" in die Kinos.

Bereits 1989 hatte Zieger seinen Wohnsitz nach Montpellier verlegt, wo er 1995 seinen Roman „Der Kasten“ beendete. Ziegers aktuellste Buchveröffentlichung, der Gedichtband „L’Atelier / Die Werkstatt“, erschien 2010 in deutscher und französischer Sprache. Seit einigen Jahren ist Ulrich Zieger zusätzlich zu seiner literarischen Produktion als Übersetzer aus dem Französischen tätig. Er übertrug unter anderem Werke von Jean Genet und Boualem Sansal ins Deutsche.

„Die Sonne ist blau“ 1998
Die Knochen (Die Geschichte der Lala S.)“ 2000
Der Bürgermeister“ 2006
Große beruhigte Körper“ 1992